Bunt, rhytmisch und farbenfroh

In Mexiko gibt es verschiedene traditionelle Tänze und wer zum Beispiel in Mexiko Stadt die historischen und kulturellen Plätze besucht, kommt an den lebhaften, bunten und aufwendig gekleideten Tänzern nicht vorbei. Sie werden oft als „Aztekische Tänzer“ oder „Concheros“ bezeichnet oder auch als „Huehuenches“ oder „Chichimecas“.

In farbenfrohen Gewändern mit prächtigem federgeschmückten Kopfschmuck tanzen sie in in einer 8- bis 10-köpfigen Gruppe in einem Kreis, um einen am Boden aufgebauten Altar.

Der Rhythmus und die Kombination der Tanzschritte sowie die christlichen Heiligenbilder auf dem Altar verraten, dass der Tanz der Concheros, benannt nach dem Musikinstrument concha, indigene Traditionen mit spanisch-christlichen Elementen vereint. Erste Erwähnungen stammen aus der Zeit nach der unmittelbaren Eroberung Mexikos im 16. Jahrhundert. Demnach durften Indigene den Tanz in Klöstern oder vor Kirchen zur Huldigung der christlichen Heiligen aufführen. Der Ursprung des Tanzes ist an sich jedoch umstritten. Er könnte ebenso auf vorspanische aztekische oder benachbarte Traditionen zurück reichen.

Bis zum 19. Jahrhundert waren die Tänze hauptsächlich in den ländlichen Gegenden Zentralmexikos verbreitet. Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts führte die arbeitsbedingte Abwanderung zur Verbreitung in den urbanen Zentren. Vor allem Mexiko-Stadt entwickelte sich zu einem Zentrum, weil der Tanz hier als Ausdruck einer ethnischen und kulturellen Identität aufgenommen wurde.

Kleidung & Tanz
Die Concheros sind leicht aus der Entfernung zu erkennen und zu hören. Sie sind mit gefiederten Kopfbedeckungen, spärlichen Stoffstücken und Körperbemalungen ausgestattet. Die Farbe der Bemalung ist Ausdruck welchen Gott sie verehren. Die Knöchelmanschetten, die aus Muscheln bestehen, machen einen Grossteil des musikalischen Beats des Tanzes aus.

Der Tanz an sich ist spannend und wirklich unterhaltsam. Er ist voller Leben, und voller religiöser Bedeutung. Das Hauptziel des Tanzes ist, die Götter zu ehren und eine Verbindung zum Kosmos herzustellen. Daher werden vor dem Tanz die vier Himmelsrichtungen gesegnet.